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…dann bitte zuhause!
Lucas war ein ganz besonderer Schatz. Als ich ihn 2008 aus Barcelona holte war es Liebe auf den ersten Blick. Er hat Männchen gemacht damit ich ihn auf den Arm nehme und hat sich gründlich von mir streicheln lassen. Völlig verknotet und mit Kot und Urin beschmiert nahm ich ihn das erste Mal in die Arme. Er schien ganz traurig als ich wieder gehen musste. Wir zwei beide… das war Liebe auf den ersten Blick!
Zwei Tage später flog er mit mir nach Deutschland und wurde dann auf den Rest der Chaos-Cats losgelassen.
Leider zeigte sich schon am Anfang, dass Lucas und Mika ein Problem miteinander haben. Die beiden mochten sich einfach nicht und verwickelten sich immer und immer wieder in Streitereien, die meistens darin endeten, dass Lucas sich in irgendeine Ecke zurückzog um seinem Unmut über die ganze Sache mit einer Urinlaache oder einem großen Kothäufchen Ausdruck zu verleihen.
Ansonsten war er mehr als unkompliziert. Er war der wohl größte Schmuser, den ich je hatte. Auf jeden ging er sofort freudig zu und ließ sich kraulen. Wenn man aufhörte schnurrte er laut und buffte die Menschen so lange, bis sie ihn weiter streichelten.
Durch die Probleme mit Mika hatte ich überlegt, ob es nicht vielleicht besser wäre, Lucas ein neues zu Hause als Einzelkatze zu suchen. Als sich dann aber abzeichnete, dass wir selbst umziehen, ließ ich diesen Gedanken wieder fallen. Ich wollte mich nicht gerne von Lucas trennen.
Ich hatte gehofft es würde besser werden, als wir hier nach Sarstedt in das große Haus gezogen sind. Hier haben die Kampfhähne genug Platz sich aus dem Weg zu gehen. Anfangs wurde es dann auch ein bisschen entspannter und auch die Unsauberkeit hatte sich seit wir einen großen Kinder-Sandkasten als Klo benutzen, etwas gebessert.
Aus heiterem Himmel änderte sich das dann aber doch wieder und nachdem er den nagelneuen Laminatboden demoliert hatte traf ich die endgültige Entscheidung, Lucas abzugeben.
Ich schaltete Kleinanzeigen, in denen ich den schwarz-weissen Kuschelbär anpries.
Natürlich haben sich einige Interessenten gemeldet, die sich in sein Foto verliebt hatten, aber ich war wählerisch.
Einen so besonderen Kater wie Lucas gibt man nicht einfach irgendwem. Für ihn suchte ich einfach DAS zuHause. Viele Interessenten habe ich abgewimmelt weil mir irgendetwas an ihnen nicht passte.
Vor einigen Wochen dann meldete sich eine Dame aus Würzburg. Sie schien sehr nett zu sein und wollte Lucas als “Ersatz” für ihren kürzlich abenfalls an Fiv verstorbenen Kater haben. Sie hatte sich bewusst nach einem Fivi-Perser umgesehen und auch dass er unsauber sein könnte (ich hatte ja die Hoffnung es würde sich legen wenn er irgendwo anders hin kommt) störte sie nicht. Wir haben lange lange telefoniert und mir wurde klar: Die Dame war perfekt, sie wohnte nur leider sehr sehr weit weg!
Am liebsten wäre mir gwesen, ihn in meiner Nähe zu wissen, ihn besuchen zu können und über sein weiteres Leben wachen zu können. Trotzdem fiel die Entscheidung ihn so weit weg ziehen zu lassen. Die Dame war einfach genau DAS, was ich monatelang gesucht hatte.
Mitte Juli sollte es soweit sein. Sein neues Frauchen wollte mit dem Zug herkommen und ihn abholen. Die Karten, ein neues Körbchen, seine Lieblingsleckerchen und Spielzeug waren gekauft, Lucas war frisch entwurmt und gebürstet und wir warteten….
Durch einen blöden Zufall kam es, dass die Dame den Zug verpasste. Sie rief mich sehr trauirig an und erzählte mir die Geschichte. Die Karte hatte sie auch nicht mehr umtauschen können, so dass sie über 100 Euro zum Fenster rausgeworfen hatte. Das war sehr ärgerlich.
Die Dame klang so ehrlich enttäuscht, dass ich ihr versprach, Lucas nicht weiter zu vermitteln sondern zu warten bis sie wieder ein paar Euros zusammen hat um eine neue Zugfahrt zu bezahlen. Auf die paar Wochen sollte es nun auch nicht mehr ankommen.
Allerdings wurden die Streitereien immer schlimmer. Lucas pinkelte grundsätzlich nur noch im Schlafzimmer und im Bad auf den Fussboden. Als ich ein paar Tage nicht zuhause war sperrte Thorsten ihn in Einzelhaft zu uns ins geflieste Gästezimmer.
Hier taute er richtig auf. Wenn ich zuhause war nahm ich ihn mit zu mir ins Büro, damit er mit mir schmusen konnte. Es war richtig schön. Wir hatten viele viele Kuschelstunden… nur wir zwei, ohne die anderen! Es machte mich traurig zu wissen, dass diese Stunden bald vorbei sein würden, aber ich war mir sicher dass es für ihn das Beste ist.
Zwei Wochen lang ging das so, dann rief die Dame aus Würzburg an und eröffnete mir, dass ein Bekannter von ihr nach Hannover fahren würde und auf dem Rückweg Lucas mitnehmen könnte. Ich hatte zwar ein etwas mulmiges Gefühl, Lucas einfach einem wildfremden Mann in die Hände zu drücken, es gab aber offensichtlich keine andere Möglichkeit, ihn sonst in sein neues Zuhause zu bringen, denn die Dame hatte inzwischen ihren Job verloren und daher nicht unbedingt nochmal so viel Geld für eine Zugfahrt übrig…
Am Tag an dem Lucas dann schließlich abgeholt werden sollte, schrieb die Dame mir dann Vormittags eine Mail, dass ihr Bekannter seinen Lieferwagen nebst Anhänger komplett überladen hätte und für den Katzenkorb keinen Platz mehr hatte.
Ich war wie vor den Kopf gestoßen.
Konnte das wirklich sein?
Gab es so viele blöde Zufälle???
Es schien, als hätte irgendwer etwas dagegen, dass Lucas zu ihr kommt.
Das war letzte Woche. – Heute Nacht ist Lucas lautlos über die Regenbogenbrücke gegangen.
Ich fand ihn heute Morgen in Schlafposition auf seinem neuen Lieblingsplatz, der Fensterbank im Gästezimmer. Es gibt keinen erkennbaren Grund, warum sich der kleine Schatz aus dem Leben geschlichen hat.
Ich bin unendlich traurig aber auch sehr froh, dass er bei mir geblieben ist. Irgendetwas wollte, dass er hier bleibt und zuhause stirbt.

Aug 08, 2011 | | Katzen, Tiere
Unser Entschluss steht leider fest…
Dieses Tier ist so dermaßen scheu und traumatisiert, dass es nicht
möglich ist, ihn in mein bestehendes Rudel zu integrieren,
geschweigedenn irgendwie zahm zu kriegen.
Er lebt bisher noch immer separiert in unserem Gästezimmer. Dort geht er
sobald ein Mensch reinkommt kreischend an den Wänden hoch und versucht
durchs geschlossene Fenster zu springen. Kaputte Tapeten und Möbel sind
da echt noch das kleinere Übel. In dem Raum stehen keine Kostbarkeiten,
aber es tut einem jedes Mal im Herzen weh, wenn man sieht welchen Stress
er sich selbst macht.
Ich habe schon einige scheue Katzen gesehen, aber dieser Kater ist
definitiv NICHTS für eine geschlossene Wohnung oder Haus. Er muss wieder
nach draussen wo er herkommt.
Und das ist mein Problem… Ich kann ihn nicht einfach vor die Tür
setzen und ihm seine Freiheit geben. Er hat Fiv und würde anderen
freilaufende Katzen anstecken. Schön wäre es, wenn es irgendwo ein
abgesichertes Gehege gäbe in das er rein könnte. Aber soetwas gibt es
leider meines Wissens nach nicht und Aussenhaltung ist für ein Tier mit
seiner Krankheit halt auch nicht wirklich das Wahre…
Hinzukommt, dass er eigentlich dringenst mal meditzinisch versorgt
werden müsste. Seine Zähne stinken zum Himmel und geimpft/entwurmt ist
er auch noch nicht…
Als unsere Tierärztin vor 3 Wochen bei mir zu Besuch war und den Kater
sah, riet sie dazu, ihn zu erlösen. Das Tier macht sich selbst viel zu
viel Stress und ist permanent in Panik. DAS kann nicht Sinn des Lebens
sein. Ich habe mich geweigert und gesagt ich versuche es erstmal noch
weiter.
Meine Idee war, ihn dann doch mal in unser Rudel zu integrieren weil er
ja angeblich mit anderen Katzen ganz gut auskommt.
Der erste Versuch ist kläglich gescheitert. Ich habe Mika genommen und
ins Gästezimmer gebracht, weil der einfach der liebste und ruhigste von
allen ist. Es dauerte keine halbe Minute, da hatte er Mika so dermaßen
verprügelt, dass dieser ängstlich in der Ecke kauerte.
Nun war die Idee, ihn einfach einzufangen und einfach oben zu den
anderen zu sperren. Er hätte sich ein ruhiges Plätzchen unter dem Sofa
oder auf dem Schrank nehmen können und wäre halt einfach da. Er bräuchte
ja nicht schmusen kommen sondern hätte einfach irgendwo rumsitzen
können. Er hätte bei den anderen katzen sehen können, dass Menschen
nciht sooo schlimm sind und hätte halt dort einfach irgendwie seinen
Lebensabend verbringen können.
Tja.. Also hat Totti gestern seine Motorradjacke und die Lederhandschuhe
angezogen (wir wissen warum!) und ist todesmtig ins Gästezimmer
stolziert. Der kater saß auf dem Schrank, Totti hat zugefasst und ihn
gepackt. Erst schrie der Kater wie am Spieß,…dann Totti! Der Teufel
hatte DURCH den Handschuh in seinen Finger gebissen und nur nicht weiter
gebissen, weil er schon am Knochen war.
Ganz ehrlich… wir haben inzwischen wirklich ANGST vor dem Tier !
Nachdem ich Totti versorgt hatte rief ich die Tierarzthelferin an und
fragte, ob sie nicht noch irgendeine Idee hat, aber auch sie ist
überfragt. Es gäbe vielleicht die Möglichkeit, ihn unter die selben
“Drogen” zu setzen wie Senta und ihn so eventuell ruhiger zu bekommen.
Dazu müsste er allerdings alleine gehalten werden, damit er die
Tabletten dann auch in seinem Futter findet. Das Problem bei dem
Fluoxetin ist dann allerdings, dass es auf Dauer nicht gut für den
Körper ist. Auf kurz oder lang werden die Nieren dann aufgeben und bei
einem eh schon geschwächten Tier (durchs Fiv) ist das eigentlich nur ne
Frage der Zeit.
Wir haben lange diskutiert… ich habe lang nachgedacht.. aber ich denke
es ist das sinvollste, seinem echt beschissenen Leben jetzt ein Ende zu
machen. Permanenter Stress macht ihn auch nicht glücklich und es gibt
keine Alternative.
Wenn ich eine hätte würde ich sie ergreifen.

Jun 19, 2011 | | Katzen, Tiere
Ich hab Janosch erstmal den Tag über allein gelassen. Er sollte sich einfach erstmal von der Autofahrt ausruhen und aklimatisieren.
Inzwischen ist auch der letzte Rest Sedalin aus ihm raus und er starrt mich mit großen “Was passiert denn nu hier?”-Augen an.

Inzwischen hat er dann auch “sein” Zimmer erkundet…

Ich würd mal sagen…… meine Salatkeimlinge, die im Gästezimmer wachsen sollten bevor ich sie raus in den Garten setze….sind HIN!




Macht aber nix. Zur “Belohnung” gabs, als der Salat ausgezogen war dann wenigstens mal Abendessen….

Mai 08, 2011 | | Katzen, Tiere
Jawohl, der schwarze Teufel hat einen Namen. (-Ihr wisst ja… wer hier einzieht und einen eigenen Namen bekommt bleibt! )
Ich wollt ihm ja eigentlich einen “teuflischen” Namen geben, aber als ich ihn sah kam mir spontan Janosch in den Kopf.
Ich find….das passt für sonen grummeligen Brummbären
Er ist schwarz mit einem kleinen weissen Fleck an der Brust, stinkt aus dem Maul wie ne Kuh ausm Hintern, hat struppiges Fell, ist sehr dünn und hat einen unproportional riiiiiiiiiiesien Kopf zum Rest des Körpers!
Als er heute Vormittag hier ankam saß er noch leicht sediert in der Fangkiste, deswegen dachte ich, ich könnte ich ihn ja mal anfassen.
Ich hab ihm kurz übers Köpfchen gestreichelt, das fand er aber nicht gut und hat zugehauen. -Aber so richtig!
Er wollte mir wohl gleich mal zeigen, wer stärker ist. Nu hab ich ein Loch in der Hand.
Klar… ich war ja schließlich auch gewarnt worden, dass es ein kleiner Teufel ist.
Na schaun wir mal, wie´s weiter geht….

Mai 08, 2011 | | Katzen
Letzten Samstag rief mein Papa an, als ich gerade beim Frühstück saß.
Uhhhhhh, das kann einem schon manchmal den Appetit verderben....:-D
Er ist vor einiger Zeit in nem Tierschutzverein in seiner Stadt
eingetreten. Als ich das letzte Mal dort zu Besuch war hatte ich von
dem Verein ein paar Kaninchen mitgenommen weil unser Verein hier ne
tolle Kaninchen-Pflegestelle hat. Bei der Gelegenheit hatte ich der 1.
Vorsitzenden erzählt was ich so mache und nebenbei gesagt, wenn sie mal
ne Fiv-positive Katze haben für die sie kein zuhause finden sollen sie
sich melden.
Tjo.. nun rief also mein Papa an, hatte die Vorsitzende mit am Telefon
und sie fragte, ob ich nicht nen schwarzen Fiv-Kater haben möchte.
Er wäre auf der Straße aufgegabelt worden, und sei wahnsinnig scheu und
ein kleiner Teufel. Auf seiner derzeitigen Pflegestele kann er
allerdings wegen der Krankheit nicht mehr lange bleiben.
"Klar nehm ich den!" hab ich sofort gesagt.... "aber nur, wenn ihr ein
zu Hause oder eine Pflegestelle für Roxy und Murphy habt!!!"
Nach kurzem hin und her war es dann also beschlossen. Der Kater wird
am nächsten Sonntag gegen die beiden Katzenkinder "eingetauscht",
für die ich bisher noch immer kein zuhause gefunden habe.
Die beiden Süßen haben auf jeden Fall eine
größere Chance vermittelt zu werden als der Kranke. Fivis wird man halt
nicht so schnell los.
Tjo.. nun sitz ich also hier und warte auf den Namenlosen Katzenteufel.
Meine Tierärztin hat mich für völligst verrückt erklärt, mein Mann ist
froh dass die beiden kleinen Monster nun bald ausziehen und ich freu
mich in ein paar Tagen wieder einem Fivi ein schönes zu Hause bieten zu
können.
Mai 03, 2011 | | Katzen, Tiere
Seit Samson nicht mehr bei uns ist ging es wirklich wirklich …auf Deutsch gesagt SCHEiSSE! Es ist alles noch so frisch und tut verdammt weh.
Ich hab ja nun wirklich schon einige Tier gehen lassen müssen, aber noch nie hat mich etwas so dermaßen von den Füßen geholt wie die Geschichte mit Samson.
Hätte ich nicht Totti an meiner Seite gehabt wäre ich ihm zum Regenbogen gefolgt.
Trotzdem möchte ich für Euch ein paar Worte finden zu meinem besten Freund den ich je hatte machen…
Seit ich Samson kenne weiss ich, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die wir mit Logischem nicht erklären können. Samson stolperte in mein Leben, suchte sich einen Platz in meinem Herzen und krallte sich erbarmungslos fest.
Das er unweigerlich zu mir gehört machte er direkt in der ersten Nacht klar als er es sich bei mir auf dem Kopfkissen bequem machte. Für die folgenden 7 Jahre lang war dies sein ausgesuchter Schlafplatz. Für uns beide stand fest… Samson und ich, wir gehören zusammen!
Als Samson auf meine anderen Katzen traf war es, als sei er immer schon einer von ihnen gewesen. Noch nie gab es ein Tier, das sich so extrem schnell eingelebt hatte. Auch auf seinen Namen reagierte er gleich. Es war, als wäre Samson wirklich für mich bestimmt gewesen und so war ich heilfroh, dass sich niemand meldete auf meine Fundanzeigen.
Samson hat eine ganze Menge mit mir gemeinsam durchgestanden, denn mein Leben war in den letzten Jahren ein ziemliches Durcheinander.
Jahrelang war der große und vor allem viel zu dicke Kater, den nichts aus der Ruhe bringen konnte unangefochtener Chef. Als er merkte, dass er einen würdigen Nachfolger gefunden hatte, gab er diese Aufgabe an Mika ab. Manchmal, wenn hier Katzenkinder durch die Gegend fegten hatte ich das Gefühl Samson rollte mit den Augen und man konnte wirklich sehen, dass er froh war, dass er sich um die “Erziehung” der Kleinen nicht mehr kümmern musste.
Samson war für mich immer mein Ruhepunkt, jahrelang unangefochtener Chef im Rudel und MEIN BESTER Freund!
Nie habe ich mich bei irgendjemandem mehr ausgeweint. Immer, wenn ich Probleme hatte legte ich mich zu ihm aufs Kopfkissen und redete mir meinen Kummer von der Seele. Manchmal tat es einfach nur gut jemanden zu haben, der einem zuhört. Natürlich war er “nur” ein Tier, aber manchmal legte er sein Pfötchen auf meine Hand und ich wusste es ist jemand da und ich bildete mir ein, dass er mich versteht. Und ich war mir sicher, unsere gemeinsame Zeit würde nie enden….
Bis zu eben jenemTag vor 2 Wochen.
Sagt mir, dass alles was passiert irgendwie aus einem bestimmten Sinn passiert, aber Samsons Tod war so…….. SINNLOS!!!!!
Ich fuhr mit Sammy an jenem Tag zu unserer Tierärztin, weil er sich verletzt hatte. Ich hatte zwischen dem Katzenzimmer und dem Fitnessraum eine provisorische Tür gebastelt, damit Seven sich dort hinten nicht immer versteckt und Lucas die Holzdielen dort nicht immer anpinkelt. Bei dem Versuch mein Provisorium zu stürzen hatte Samson sich eine Kralle ausgerissen.
Meist ist sowas nicht schlimm. Es blutet ein wenig und heilt von selbst ab. Siese Kralle allerdings war so schlimm vom Zeh gerissen, dass ein Stück Knochen hervorschaute.
Samson musste unter Narkose operiert werden. Weil er grad so schön in Narkose lag, hat die Tierärztin ihm noch Blut abgenommen, das sie Abends einschicken wollte. Sammy hatte in den letzten Wochen nämlich ziemlich abgenommen und ich machte mir ein wenig Sorgen. Sicher ist sicher. Lieber einal zuviel Blut abnehmen als einmal zu wenig.
Nach der Op bekam Samson noch Medikamente gegen die Schmerzen, einen hübschen Pfotenverband und seine Aufwachspritze. Noch in der Praxis hob er das Köpfchen und es schien alles in Ordnung zu sein.
Ich schnappte mir meinen Süßen, fuhr mit ihm nach Hause und machte es ihm auf dem Sofa im Büro gemütlich. Die anderen Katzen sperrte ich weg, damit er ganz in Ruhe aufwachen konnte. Lange saß ich neben ihm, streichelte sein warmes, weiches Fell und redete ihm zu.
Dann ging ich hoch, weil ich schnell noch etwas holen wollte.
Als ich wieder kam.. ich war nur 10 Minuten weg… hatte Samson sich verabschiedet.
Ich habe geschrien. Er war einfach über den Regenbogen geschlichen und ich war nicht dabei!!!
Als ich mich ein wenig gefangen hatte rief die Tierärztin an und erzählte ihr, was passiert war. Sie war auch total geschockt und hatte nicht damit gerechnet. Er war ja doch schon wach geworden….
Am nächsten Tag rief sie mich an und sagte, sein Tod hätte ihr keine Ruhe gelassen, so dass sie das Blut doch noch untersucht hatte.
Sein Zuckerwert war mit über 260 extrem hoch und auch die Nierenwerte waren nicht die allerbesten. Samson hatte scheinbar schon eine ganze Zeit lang vorher einen unentdekten Diabetes. Ich machte mir wahnsinnige Vorwürfe, dass ich nichts gemerkt hatte. Er hatte keinerlei Krankheitsanzeichen, ausser dass er ein wenig abgenommen hatte.
Je nach Tagesverfassung bin ich vielleicht mal in der Lage, Euch in den nächsten Tagen noch ein paar Geschichten und Geheimnisse aus Samsons Leben zu erzählen… aber es fällt mir im Moment einfach noch sehr schwer über ihn zu reden oder zu schreiben. Er war für mich viel viel mehr, als einfach nur eine Katze. Er hinterlässt ein riesiges Loch.


Mai 01, 2011 | | Katzen, Samson, Tiere
…denn heute ist mein Samson plötzlich und unerwartet über die Regenbogenbrücke gegangen.
Seid mir nicht böse, aber ich muss jetzt erstmal wieder zu mir finden…
Jede Katze hinterlässt ein Loch… Sammy einen Krater!

Apr 14, 2011 | | Katzen, Samson
Nu hatte ich mich gerade gefreut, dass es langsam wieder wärmer wird und ich nicht mehr abgefrorene Ohren hab wenn ich raus gehe und die Verletzungsgefahr für Senta nicht mehr ganz soooooo hoch ist (sie hats trotzdem geschafft sich gestern Abend ein Stöckchen in den Bauch zu rammen und hat dort ne Wunde so dass wir heute morgen gleich mal wieder zum TA mussten…)
Heute Morgen schien die Welt noch in Ordnung: Das Hochwasser an der Leine geht langsam zurück, die Felder sind zwar noch matschig aber man kann zumindest auf den meisten Wegen wieder laufen, die ersten Vögel kommen zurück und die Sonne schien ein wenig…
Heute Vormittag saß ich am PC und plötzlich hörte ich Lucky schnattern und immerzu gegen die Fensterscheibe hauen…

Ein Blick, ein Augenreiben…. und tatsächlich!

Ein Blick aus meinem Bürofenster zeigt: Der Winter kommt zurück!!!
Waaaaaaaaaaaaaahhhh!!!
Jan 27, 2011 | | Allgemein, Katzen, Lucky
Ich haben es lang vor mich hingeschoben, immer wieder gehofft es würde sich irgendwie einrenken aber nun hab ich einen Schritt getan, der mir wahnsinnig weh tut.… Ich habe meinen Lucas abgegeben!
Lucas ist ein absoluter Traumkater. Sein Leben besteht nur aus Kuscheln und Schmusen …allerdings nur mit Menschen!
Hier im Rudel hatte er nie einen wirklichen Freund. Im Gegenteil, er wurde gemobbt und immer wieder verstrickte er sich in Streitereien. Vor allem mit Mika, der ja sonst eigentlich ein absolutes Schaf ist. Vor lauter Frust begann der Zottelkater dann, seine Häufchen im Haus zu verteilen. Dies geschah meist dann, wenn ich nicht zu Hause war oder wenn er wiedermal durch die Wohnung gejagt wurde.
Noch als wir in Hamm wohnten hatte ich immer öfter den Gedanken ihn abzugeben. Nicht, weil ich keine Lust zum wegputzen hatte, sondern weil ich das Gefühl hatte, dass Lucas sich einfach unwohl fühlte.
Ich schaltete Anzeigen um ihn zu vermitteln, aber von den Menschen die sich meldeten war einfach nicht der Richtige dabei. Als sich dann abzeichnete, dass wir umziehen habe ich den Gedanken ihn abzugeben erstmal überworfen. Ich hatte gehofft, die beiden Streithähne Mika und Lucas könnten sich viel besser aus dem Weg gehen, wenn wir in das groooooooooooße neue Haus gezogen sind.
Aber es änderte sich nichts. Lucas schaffte es, binnen kürzester Zeit auch hier das nagelneue Laminat mit seinen Pinkelattacken zu demolieren. Meine Nerven waren am Ende, mein Mann motzte, weil er jeden Tag in Pipifützen trat oder beim Öffnen der Türen die Häufchen verschmierte, Besucher (Kunden!!!) rümpften die Nase und die blutigen Krusten die Mika und Lucas bei Streitereien davontrugen wurden immer heftiger.
Es musste sich was ändern! Ich versuchte also erneut, Lucas zu vermitteln. -Mein Wunsch wäre es gewesen, eine alleinstehende alte Omi zu finden, die den ganzen Tag nix besseres zu tun hat, als den Kater zu verwöhnen, ihn mit Leckerchen vollzustopfen und zu knuddeln.
Vor ein paar Wochen gab ich erneut eine Anzeige auf. Am Dienstag Abend meldete sich jemand auf meine Anzeige und interessierte sich für Lucas. Sie war ganz erstaunt, dass er noch zu haben war obwohl die Anzeige schon so alt war. Tags drauf kam sie, um den Zottel mit all seinen Macken kennen zu lernen. Nach einem langen uns Ausgiebigen Kennenlernen sind wir überein gekommen, dass sie ihn nun abholt um dann auch das ganze Wochenende mit ihm in Ruhe verbringen zu können…
Ich hoffe das Beste für meinen kleinen Zottelbär! Sollte irgendwas sein, dass er sich total unwohl fühlt (oder er doch zu viel Arbeit macht), darf er natürlich jederzeit zu mir zurück kommen.
Heute um 14 Uhr kam sie dann, um meinen lieben Lucas abzuholen, der übrigens ab heute den Namen PAUL trägt.
Ich denke, er hat´s ganz gut getroffen in seinem neuen zu Hause und nun wisst ihr auch, wer Paul ist
Nov 19, 2010 | | Katzen
Luckys Augenentündung war nicht sooo schlimm und ging mit Cortisontropfen recht schnell wieder weg.
Neulich war ein groooooooßer Pipifleck im Bett. Totti hat natürlich geschimpft aber ich dachte mir schon fast, dass das Lucky war, der nun das markieren anfängt.
Aber als er Mittwoch Morgen im Stehen gegen die frisch gewaschene Bettwäsche die auf dem Wäscheständer hing gepinkelt hat, musste auch ich mal schimpfen und
hab mir sofort im Anschluss das Telefon geschnappt um einen Termin zur Kastration für den Kleinen auszumachen.
Heute war es dann soweit. Pünktlich um 9 Uhr bekam Lucky seine Narkosespritze und wartete geduldig aufs Sandmännchen. Ich durfte während der Operation dabei bleiben und zuschauen.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell so eine Katerkastration vonstatten geht: Aufschneiden-Hoden rausdrücken-Abbinden-Abschneiden-Silberspray drauf -Fertig!
Trotzdem hatte ich ein wenig Angst. Gerade bei Lucky hatte ich mit Koplikationen gerechnet. Wenn mal etwas problemlos verlaufen würde hätte mich das bei DEM Kater echt gewundert. Aber ausser dass ein Hoden nicht ganz dort saß wo er hingehört und in die Leiste gerutscht war, war alles in Ordnung.
Weil wir so eine prima Tierärztin haben ist er trotz dem verrutschten Hoden so gerade noch um einen Bauchschnitt herumgekommen. Sie hat sich echt Mühe gegeben die kleinen Knubbelchen da raus zu bekommen.
Weil Lucky nun grad in Narkose lag haben wir ihm gleich noch einen Microchip verpasst damit er jederzeit wieder aufgefunden werden kann, wenn er mal entwischt.
Im Moment ist er noch ein bisschen benommen, aber ich bin mir sicher, dass er bald wieder rumspringen wird. … Alles wird gut!

Sep 30, 2010 | | Katzen