Seven
Name: Seven (of Nine)
Spitzname:
Geburtsdatum: 10.05.2010
Rasse: Europäische Hauskatze (EKH)
Farbe: bunt (rot, schwarz, weiss, getigert..)
Augenfarbe:
Tatoo:
Chip-Nr:
Geschlecht:Katze
kastriert: noch nicht
Lieblingsessen:
Lieblingsschlafplatz: irgendwo auf Frauchen
Lieblingsbeschäftigung: schmusen, kuscheln…
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Eines Tages hab ich meiner Tierärztin erzählt, dass meine Nachbarin gerade ein paar Katzenbabys von unkastriert rumstreunernden Katzen hat und nicht weiß wohin mit den Tierchen. Wenigstens werden die Kätzchen dort nicht getötet sondern man versucht sie zu vermitteln. Die Nachbarin hatte selbst mich selbst schon gefragt, ob ich nicht noch eins haben möchte. Kurz hab ich überlegt, ob ich Lucky nicht ein gleichaltriges Geschwisterchen besorgen sollte aber neeeeeein….6 Katzen reichen! Irgendwann muss auch mal Schluss sein. Das einzige, was ich für die Katzenbabys tun konnte war der Nachbarin die Nummer meiner Tierärztin zu geben, auf dass sie die großen Katzen alle kastrieren lässt.
Irgendwann dann klingelte bei uns das Telefon und die Tierärztin fragte, ob die Katzenbabys noch da wären, sie hätte nämlich jemanden der sich dafür interessiert. Also hab ich mir die Nummer der Interessentin geben lassen, bei der Nachbarin nachgefragt und dann der Interessentin Bescheid gegeben, dass ich sie anrufe sobald das Katzenbaby eingefangen wurde…
So wilde Katzenbabys sind allerdings nicht einfach zu fangen wenn sie einmal über den Hof laufen, zumal es dort drüben sehr unübersichtlich ist und der Hof voller Kram steht. Zwischen Mähdrescher, alten Autoreifen, Kühen, Hühnern und Enten liefen sie also die kleinen Kätzchen. Jeden Abend beim Füttern versuchte die Nachbarin ein Kätzchen zu fangen aber es gelang ihr nicht. Wir wussten nur eins ist schwarzweiss und geht zu Freunden unserer Nachbarin auf den Hof, eins ist bunt und das sollte die Interessentin bekommen. Aber erstmal musste man es kriegen…
Die Interessentin wurde immer ungeduldiger und rief fast jeden Tag an, die Nachbarin berichtete immer wenn ich sie fragte, dass sie die kleinen Mistviecher einfach nicht zu fassen kriegt und ich saß dazwischen und musste immer wieder die Interessentin am Telefon hinhalten… Sie erzählte mir, dass sie gerade einen kleinen Kater bekommen hat, mit ihm bei unserer Tierärztin war und die ihr dazu geraten hatte ein Zweitkätzchen aufzunehmen. Ich konnte ihr nur sagen, dass es sich wahrscheinlich um ein Mädchen handelt (dreifarbige sind ja immer Mädchen) und dass es ca. 8 Wochen alt ist. Sie wollte so quasi die Katze im Sack kaufen.
Zwei Wochen später war es dann soweit und wir konnten das Katzenbaby in Empfang nehmen. Es war völlig verdreckt, verfloht und schaute mich mit grooooßen Augen an. Ich versuchte die Interessentin anzurufen aber die lag wahrscheinlich schon im Bett, denn sie ging nicht ans Telefon obwohl sie gesagt hat ich könnte sie auch noch spät abends anrufen.
Die Nacht über blieb das Kätzchen also bei uns im Badezimmer. Jedes Mal, wenn ich mich näherte rannte es panisch weg und prallte mit der Duschwand (Glasscheiben kannte sie ja nicht! ) zusammen und bekam immer mehr Panik. Sie sprang einen Meter aus dem Stand die gekachelten Wände hoch und rannte an der Tür und am Fenster entlang und versuchte zu entkommen. Sie hatte wirklich dolle Angst. Die einzigen Menschen, die das Kleine Ding jemals gesehen hat, haben seit 2 Wochen versucht es einzufangen. Das war mit Sicherheit keine schöne Erfahrung.
Nachdem ich mich eine gefühlte Ewigkeit zu dem Kätzchen in die Badewanne gesetzt hatte und immer wieder beruhigend auf das Tier eingeredet hatte, war ich wenigstens schon soweit, dass ich ihm über den Rücken streicheln durfte, auch wenn es dabei zitterte. Irgendwann hab ich mir das Tierchen einfach geschnappt und auf meinen Bauch gelegt. Erst zappelte es und wollte weg, dann schob es ängstlich seine Nase in meine Achseln. Ich habe meinen Griff gelockert und vorsichtig den Kopf gekrault und plötzlich begann es zu schnurren! Ach was war das schön! Wir saßen sehr lange dort in der Badewanne und ich hab es vorsichtig an Menschenhände gewöhnt.
Beim Kraulen hab ich langsam und vorsichtig die Heuspäne aus dem Fell entfernt und die Kuhscheisse von den Pfötchen abgeknibbelt, so dass das Tierchen wenigstens schon mal so aussah wie eine Katze.
Zum Schutz meiner eigenen Katzen hab ich dem Tierchen dann noch eine Portion Frontline in den Nacken geträufelt und versuche seitdem zum x.-Mal die Interessentin zu erreichen damit sie das Tier abholt.
Tja, und dann kam es, wie es kommen musste: Der Interessentin hat das Warten auf “ihr” Katzenbaby zu lang gedauert und so hatte sie sich am Wochenende ein Baby aus der Zeitung zugelegt. HMMMPFFF!
Also bin ich mit der Kleinen Kätzin zur Tierärztin gefahren und hab mir Wurmkur besorgt und sie untersuchen lassen. Sie ist zwar wirklich arg dünn aber außer dass sie verfloht und verwurmt ist, war sie in gutem Allgemeinzustand.
In der kommenden Woche hing bei uns der Haussegen schief. Totti hatte gesagt „Noch ne weitere Katze hier und Du ziehst aus!“ und ich sah mich im Geiste schon mit der Kleinen ins Gästezimmer umziehen, aber dann wurde doch noch alles anders…
Totti hat sich nach vielem Hin und Her dann doch noch bereit erklärt das kleine Flohtaxi zu behalten.Er war sogar massgeblich an der Namensgebung beteidigt und soi heisst die kleine Maus nun „SEVEN (of Nine)”.
Zum einen, weilwir Star Trek-Fans sind und die wohl schönste Frau der ganzen Serie „Seven of Nine“ heisst und sie das wohl schönste Kätzchen hier im Haus ist. Ausserdem ist sie halt das siebte Kätzchen und mit uns beiden Menschen sind wir dann Neun… das passt!!!
Die Hauptsache ist jedoch, dass sie weder zurück in den stinkigen Kuhstall noch ins Tierheim oder zu irgendwelchen fremden Leuten musste.
Seven wurde Luckys beste Freundin (sind ja schließlich fast gleichalt!) und hat dann doch recht schnell gemerkt, dass schmusen ganz toll ist. Sie ist eine absolute Kuschelmaus geworden…zumindest bei mir.
